Im allgemeinen sicherheitspolitischen Verständnis bezeichnet Interoperabilität die Befähigung von Streitkräften zur Zusammenarbeit im multinationalen Rahmen. Diese Zusammenarbeitsfähigkeit hat in den letzten Jahren durch die militärischen Operationen der internationalen Gemeinschaft auf dem Balkan besondere Aktualität gewonnen. Für moderne Streitkräfte, die Beiträge zur internationalen Stabilisierung und Krisenbewältigung leisten, ist Interoperabilität zu einem Schlüsselfaktor geworden.
Eigenschaft von IT-Systemen und -Anwendungen, plattformübergreifend miteinander zu kommunizieren.
Fähigkeit von Streitkräften eines Bündnisses wirksam gemeinsam auszubilden, zu üben und in der Ausführung eines Auftrages erfolgreich zusammenzuwirken.
Zu dem Begriff Interoperabilität existieren zwei unterschiedliche, jedoch sinngleiche Definitionen:
In Zusammenhang mit Software spricht man vor allem dann von Interoperabilität, wenn mehrere Programme das selbe Dateiformat oder die selben Protokolle verwenden können.
Interoperabilität kann vor allem in der Wirtschaft wichtige Konsequenzen haben, da durch Patente, Geschäftsgeheimnisse oder Fehler in der Koordination Monopolstellungen erreicht oder ausgebaut werden können. Für die Regierungen kann es deshalb von Vorteil sein, Interoperabilität zu unterstützen und zu fördern.